{"id":499,"date":"2018-01-05T15:19:25","date_gmt":"2018-01-05T13:19:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-library\/?p=499"},"modified":"2018-01-05T15:19:25","modified_gmt":"2018-01-05T13:19:25","slug":"was-ist-das-zweitveroffentlichungsrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/2018\/01\/05\/was-ist-das-zweitveroffentlichungsrecht\/","title":{"rendered":"Was ist das Zweitver\u00f6ffentlichungsrecht?"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>seit 2014 gilt in Deutschland das Zweitver\u00f6ffentlichungsrecht\u00a0<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__38.html\">(\u00a7 38 (4)Urheberrechtsgesetz (UrhG))<\/a><\/li>\n<li>unter bestimmten Bedingungen k\u00f6nnen die Manuskripte in Fachzeitschriften ver \u00f6ffentlichter wissenschaftlicher Artikel ein Jahr nach der Erstver \u00f6ffentlichung \u00fcber das Internet frei zug\u00e4nglich gemacht werden<\/li>\n<li>das Recht kann von den Autorinnen und Autoren selbst wahrgenommen werden<\/li>\n<li>k\u00f6nnen aber auch eine Einrichtung, z.B. eine Bibliothek beauftragen, das Manuskript online zu stellen<\/li>\n<li>die Regelung gilt f\u00fcr Artikel, die seit dem Inkrafttreten der neuen Regelung am 1. Januar 2014 erschienen sind, unabh\u00e4ngig von \u00fcbertragenen Rechten an den Verlag<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Wie lautet der Gesetzestext?<\/h4>\n<blockquote><p>Der Urheber eines wissenschaftlichen Beitrags, der im Rahmen einer mindestens zur H\u00e4lfte mit \u00f6ffentlichen Mitteln gef\u00f6rderten Forschungst\u00e4tigkeit entstanden und in einer periodisch mindestens zweimal j\u00e4hrlich erscheinenden Sammlung erschienen ist, hat auch dann, wenn er dem Verleger oder Herausgeber ein ausschlie\u00dfliches Nutzungsrecht einger\u00e4umt hat, das Recht, den Beitrag nach Ablauf von zw\u00f6lf Monaten seit der Erstver\u00f6ffentlichung in der akzeptierten Manuskriptversion \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen, soweit dies keinem gewerblichen Zweck dient. Die Quelle der Erstver\u00f6ffentlichung ist anzugeben. Eine zum Nachteil des Urhebers abweichende Vereinbarung ist unwirksam.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__38.html\">https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__38.html<\/a><\/p>\n<h4>Was darf ich zweitver\u00f6ffentlichen?<\/h4>\n<ul>\n<li>wissenschaftliche Artikel von Autorinnen und Autoren an Hochschulen, deren Arbeiten entweder mindestens zur H\u00e4lfte mit \u00f6ffentlicher Projektf\u00f6rderung (z. B. DFG-, BMBF-, EU-Projekte, staatlich finanzierte Stipendien) finanziert wurden<\/li>\n<li>wissenschaftliche Artikel, die von Mitarbeitern \u00f6ffentlich finanzierter, au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungseinrichtungen (z. B. WGL, HGF, MPG) erstellt wurden<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Welche Bedingungen m\u00fcssen erf\u00fcllt werden?<\/h4>\n<ul>\n<li>Publikation muss ein in Deutschland erschienener wissenschaftlicher Artikel in einer Fachzeitschrift sein<\/li>\n<li>ein in Deutschland erschienener wissenschaftlicher Beitrag aus Periodika bzw. Sammlungen, die mindestens zweimal j\u00e4hrlich erscheinen<\/li>\n<li>ein Jahr nach der Erstver\u00f6ffentlichung<\/li>\n<li>Quelle der Erstver\u00f6ffentlichung angeben<\/li>\n<li>Zweitver\u00f6ffentlichung ist in der akzeptierten Manuskriptversion erlaubt<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Wie kann ich zweitver\u00f6ffentlichen?<\/h4>\n<ul>\n<li>elektronische Kopie der Manuskriptversion \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich im Internet bereitstellen, zum Beispiel auf einem Publikationsserver der Bibliothek (Repositorium) oder auf der Institutshomepage<\/li>\n<li>Zweitver\u00f6ffentlichungsrecht darf mehrfach ausge\u00fcbt werden<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Welche Einschr\u00e4nkungen gibt es?<\/h4>\n<ul>\n<li>Zweitver\u00f6ffentlichung darf keinen gewerblichen Zweck verfolgen, keine Gewinnerzielung<\/li>\n<li>wenn der Verlag es gestattet, im Verlagslayout sonst weder Verlagslayout noch Verlagslogo<\/li>\n<li>nur Ver\u00f6ffentlichungen ab 1. Januar 2014<\/li>\n<li>Zustimmung von Koautoren einholen<\/li>\n<li>keine gedruckte Zweitver\u00f6ffentlichung<\/li>\n<li>Zweitver\u00f6ffentlichung darf nicht mit freier Lizenz versehen werden<\/li>\n<li>Zweitver\u00f6ffentlichungsrecht gilt nicht f\u00fcr Monographien und Beitr\u00e4ge in Festschriften, Proceedings u. \u00e4.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Weitere Informationen<\/h4>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.allianzinitiative.de\/de\/handlungsfelder\/rechtliche-rahmenbedingungen\/faq-zvr.html\">FAQ<\/a>\u00a0der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/urheberrechtsbuendnis.de\/docs\/Musterlizenz%2038%20UrhG-1.pdf\">Musterlizenz<\/a>\u00a0zum Zweck einer Zweitver\u00f6ffentlichung nach \u00a7 38 Abs. 4 UrhG<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/irights-lab.de\/assets\/Uploads\/Documents\/Publications\/zweitveroeffentlichungsrecht-20150425.pdf\">Zweitver\u00f6ffentlichungsrecht<\/a>\u00a0f\u00fcr Wissenschaftler: Geltende Rechtslage und Handlungsempfehlungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.urheberrechtsbuendnis.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aktionsb\u00fcndnis Urheberrecht f\u00fcr Bildung und Wissenschaft<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>seit 2014 gilt in Deutschland das Zweitver\u00f6ffentlichungsrecht\u00a0(\u00a7 38 (4)Urheberrechtsgesetz (UrhG)) unter bestimmten Bedingungen k\u00f6nnen die Manuskripte in Fachzeitschriften ver \u00f6ffentlichter wissenschaftlicher Artikel ein Jahr nach der Erstver \u00f6ffentlichung \u00fcber das Internet frei zug\u00e4nglich gemacht werden das Recht kann von den Autorinnen und Autoren selbst wahrgenommen werden k\u00f6nnen aber auch eine Einrichtung, z.B. eine Bibliothek beauftragen, &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/2018\/01\/05\/was-ist-das-zweitveroffentlichungsrecht\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Was ist das Zweitver\u00f6ffentlichungsrecht?<\/span> <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":226,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10,2,13],"tags":[],"class_list":["post-499","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-copyright","category-de","category-publishing"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/users\/226"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=499"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":500,"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/499\/revisions\/500"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.wias-berlin.de\/wias-open-access\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}